Was ist eine Bauzustandsprüfung?
Eine Bauzustandsprüfung ist die systematische Untersuchung und Dokumentation des baulichen Zustands einer Immobilie. Anders als ein kurzer Rundgang oder eine oberflächliche Einschätzung prüft ein Sachverständiger dabei alle wesentlichen Bauteile — von der Bausubstanz über Dach und Keller bis hin zur Haustechnik.
Das Ergebnis ist ein schriftlicher Zustandsbericht: eine nachvollziehbare, fotodokumentierte Bewertung jedes Bauteils. Dieser Bericht dient als objektive Grundlage für Entscheidungen — sei es beim Kauf, Verkauf, bei der Erbteilung oder für die Versicherung.
Jörg Aichinger ist DEKRA-geprüfter Bausachverständiger und erstellt seit Jahren Zustandsberichte für Immobilien für Röthenbach und Nordbayern. Der Bericht ist so aufgebaut, dass er von Gerichten, Banken und Versicherungen als sachverständige Einschätzung anerkannt wird.
Anlässe: Wann ist eine Bauzustandsprüfung sinnvoll?
Es gibt zahlreiche Situationen, in denen eine objektive Zustandsdokumentation unerlässlich ist:
Kauf einer Immobilie
Sie möchten ein Haus kaufen und brauchen eine unabhängige Einschätzung des tatsächlichen Zustands? Die Bauzustandsprüfung zeigt versteckte Mängel und liefert eine Grundlage für die Kaufpreisverhandlung.
Verkauf einer Immobilie
Als Verkäufer profitieren Sie von einem aktuellen Zustandsbericht: Er schafft Vertrauen bei Kaufinteressenten und reduziert das Risiko späterer Mängelrügen. Sie dokumentieren den Zustand bei Übergabe.
Erbteilung
Wenn eine Immobilie unter mehreren Erben aufgeteilt werden muss, brauchen Sie eine objektive Wertgrundlage. Die Bauzustandsprüfung dokumentiert den Ist-Zustand und ermöglicht eine faire Restwertermittlung.
Scheidung
Bei einer Scheidung mit Immobilienvermögen ist ein neutraler Zustandsbericht die Basis für die Vermögensauseinandersetzung. Der Bericht verhindert Streit über den Zustand und den Wert des Hauses.
Versicherung
Bei Schadensfällen (Wasser, Sturm, Brand) oder bei der Anpassung des Versicherungsschutzes brauchen Sie eine aktuelle Zustandsdokumentation. Der Bericht dient als Beweissicherung für die Schadensregulierung.
Sanierungsplanung
Vor einer größeren Sanierung liefert die Bauzustandsprüfung die Entscheidungsgrundlage: Welche Bauteile sind in Ordnung, was muss dringend gemacht werden, wo ist es wirtschaftlich sinnvoller, abzureißen statt zu sanieren?
Was wird geprüft?
Eine Bauzustandsprüfung umfasst alle wesentlichen Bauteile und Gebäudebereiche. Die Prüfung erfolgt visuell, messtechnisch und — bei Bedarf — mit zerstörungsfreier Prüftechnik wie Feuchtemessung oder Thermografie.
- Bausubstanz und Tragwerk: Zustand von Mauerwerk, Beton, Decken und tragenden Wänden. Risse, Setzungen, Verformungen.
- Dach und Dachstuhl: Zustand der Dacheindeckung, Holzkonstruktion, Unterspannbahn, Dachrinnen und Dachanschlüsse. Hinweise auf Feuchtigkeit oder Schädlingsbefall.
- Keller und Fundament: Feuchtigkeit, Abdichtung, Risse im Kellermauerwerk, Zustand der Bodenplatte. Besonders bei älteren Gebäuden ein kritischer Bereich.
- Fassade und Außenhülle: Putz, Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Fenster, Türen, Balkone, Terrassen. Zustand der Abdichtungen und Anschlüsse.
- Haustechnik: Heizungsanlage, Warmwasserbereitung, Elektroinstallation, Sanitärleitungen. Alter und Zustand der Anlagen, offensichtliche Mängel.
- Innenräume: Bodenbeläge, Wände, Decken, Feuchteflecken, Schimmelhinweise, Zustand von Treppen und Geländern.
★★★★★
„Wir haben Herr Aichinger für eine Bauzustandsprüfung vor dem Hauskauf engagiert. Der Bericht war extrem gründlich — er hat Mängel gefunden, die wir nie gesehen hätten. Am Ende konnten wir den Kaufpreis um verhandeln. Die beste Investition, die wir je gemacht haben."
— Immobilienkäufer, Bauzustandsprüfung für Röthenbach
Unterschied zur Hauskaufberatung
Beide Leistungen klingen ähnlich — doch es gibt wichtige Unterschiede:
Die Hauskaufberatung ist speziell auf die Kaufentscheidung zugeschnitten. Sie erhalten eine praxisnahe Einschätzung der Mängel und Sanierungskosten als Verhandlungsgrundlage. Der Fokus liegt auf der Frage: Soll ich dieses Haus kaufen — und wenn ja, zu welchem Preis?
Die Bauzustandsprüfung geht darüber hinaus. Sie dokumentiert den gesamten baulichen Zustand systematisch und formal. Der Zustandsbericht ist umfassender aufgebaut und eignet sich für alle Anlässe, bei denen eine objektive, nachvollziehbare Dokumentation gebraucht wird: Erbteilung, Scheidung, Versicherung, Beleihung oder Sanierungsplanung.
Wenn Sie sich unsicher sind, welche Leistung für Sie die richtige ist, rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie ehrlich — und empfehlen Ihnen die Leistung, die zu Ihrer Situation passt.
Ablauf der Bauzustandsprüfung
Der Ablauf ist klar strukturiert — Sie wissen von Anfang an, was auf Sie zukommt.
Was kostet eine Bauzustandsprüfung?
Die Kosten richten sich nach Größe und Art der Immobilie sowie dem gewünschten Umfang der Prüfung. Wir arbeiten mit Festpreisgarantie: Sie wissen vorher, was Sie bezahlen.
- Einfamilienhaus: je nach Umfang. Bei größeren oder älteren Objekten kann der Aufwand höher liegen — in der Regel zwischen 450 und.
- Eigentumswohnung: je nach Umfang, abhängig von der Wohnfläche und dem Umfang der Gemeinschaftsbereiche.
- Mehrfamilienhaus: individuelles Angebot, abhängig von Gebäudegröße und Anzahl der Wohneinheiten.
Die Kosten für eine Bauzustandsprüfung amortisieren sich schnell: Beim Kauf einer Immobilie hat der Bericht schon vielen unserer Kunden eine Kaufpreisreduzierung ermöglicht, die das Vielfache der Prüfungskosten betrug. Bei Erbteilung oder Scheidung verhindert ein objektiver Zustandsbericht kostspielige Streitigkeiten.
Einen verbindlichen Kostenvoranschlag erhalten Sie kostenlos — rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Alle Preise finden Sie auch auf unserer Kostenseite.