Was ist eine Beweissicherung?
Stellen Sie sich vor: Neben Ihrem Haus wird eine Baugrube ausgehoben. Schwere Bagger erschüttern den Boden, Rammarbeiten bringen das Geschirr zum Klirren. Wochen später entdecken Sie einen Riss in der Fassade. War der vorher schon da? Sie sind sich nicht sicher — und der Bauunternehmer bestreitet jeden Zusammenhang. Ohne dokumentierten Ausgangszustand stehen Sie ohne Beweis da.
Genau das verhindert eine Beweissicherung. Ein unabhängiger Sachverständiger dokumentiert den Ist-Zustand aller relevanten Gebäude, Fassaden, Wege und Flächen vor Beginn der Bauarbeiten. Jeder vorhandene Riss, jede Unebenheit, jeder bestehende Schaden wird systematisch erfasst: mit Fotos, Messungen und schriftlicher Beschreibung.
Nach Abschluss der Bauarbeiten lässt sich dann zweifelsfrei feststellen, welche Schäden neu entstanden sind und welche bereits vorher bestanden. Das schützt beide Seiten: den Bauherrn vor unberechtigten Forderungen der Nachbarn und die Nachbarn vor der Abwiegelung tatsächlich verursachter Schäden.
Als DEKRA-geprüfter Bausachverständiger erstellt Jörg Aichinger Beweissicherungsgutachten, die gerichtsfest sind und den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die Dokumentation wird regelmäßig in Zivilprozessen als Beweismittel akzeptiert.
Wann brauchen Sie eine Beweissicherung?
Grundsätzlich gilt: Immer dann, wenn Bauarbeiten in der Nachbarschaft Erschütterungen, Vibrationen oder Bodenbewegungen verursachen können, ist eine Beweissicherung dringend empfohlen. In vielen Fällen ist sie sogar vertraglich oder behördlich vorgeschrieben.
- Tiefbauarbeiten: Baugruben, Verbau, Grundwasserabsenkung — jede Veränderung des Erdreichs kann Setzungen an Nachbargebäuden verursachen.
- Rammarbeiten und Vibrationsarbeiten: Spundwände, Pfahlgründungen oder Verdichtungsarbeiten erzeugen Erschütterungen, die Risse in Bestandsgebäuden verursachen können.
- Abbrucharbeiten: Der Abriss von Gebäuden in unmittelbarer Nachbarschaft belastet angrenzende Bausubstanz durch Erschütterung und veränderte Lastverhältnisse.
- Kanalbauarbeiten: Aufgrabungen im Straßenbereich, Rohrleitungsverlegung, Kanalisation — besonders kritisch bei alten Bestandsgebäuden mit empfindlichen Fundamenten.
- Straßenbaumaßnahmen: Walzen, Fräsen und Verdichtungsarbeiten bei Straßenerneuerungen können Vibrationsschäden an angrenzenden Gebäuden verursachen.
- Sprengarbeiten: Auch bei kontrollierten Sprengungen im Steinbruch oder Abbruch ist eine vorherige Dokumentation unverzichtbar. Die Kosten dafür sind in der Regel deutlich geringer als ein einziger Rechtsstreit. Viele öffentliche Auftraggeber und Kommunen schreiben die Beweissicherung bereits in der Ausschreibung vor.
Ablauf der Beweissicherung
Der Ablauf einer Beweissicherung folgt einem standardisierten Verfahren, das die Gerichtsfestigkeit der Dokumentation sicherstellt. So gehen wir vor:
Neubau neben Bestandsgebäude
Baugrubenaushub, Verdichtungsarbeiten und Gründung verursachen Bodenbewegungen. Nachbarhäuser können Setzungsrisse entwickeln — besonders bei Altbauten auf Streifenfundamenten.
Tiefgarage / Kellerbau
Tiefer Verbau, Grundwasserabsenkung und Unterfangungen beeinflussen die Gründungsverhältnisse angrenzender Gebäude. Eine der häufigsten Ursachen für Nachbarschaftsschäden.
Straßen- und Kanalbau
Aufgrabungen, Walzen und Verdichtungsarbeiten im öffentlichen Straßenraum wirken auf Gebäudefundamente in der unmittelbaren Umgebung. Kommunen schreiben oft eine Beweissicherung vor.
Abbruch und Rückbau
Beim Abbruch von Gebäuden verändern sich die Lastverhältnisse im Boden. Erschütterungen durch Abbruchbagger, Presslufthämmer oder Abbruchzangen können angrenzende Bausubstanz beschädigen.
Beweissicherung für Röthenbach und Nordbayern
In Röthenbach wird derzeit viel gebaut — sowohl im privaten als auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich. Neubaugebiete wie Saas und Aichig, Verdichtungen in der Innenstadt und Kanalsanierungen in älteren Stadtteilen machen Beweissicherungen zunehmend notwendig.
Oberfränkischer Lehmboden ist besonders empfindlich gegenüber Erschütterungen und Veränderungen des Grundwasserhaushalts. Altbauten in der Röthenbacher Innenstadt stehen häufig auf historischen Fundamenten, die bereits auf geringe Bodenbewegungen mit Rissbildung reagieren. Wir kennen die lokalen Gegebenheiten aus jahrelanger Praxis und wissen, welche Gebäude besonders sorgfältig dokumentiert werden müssen.
Unser Einzugsgebiet umfasst neben Röthenbach auch Bindlach, Eckersdorf, Mistelbach, Pegnitz, Creußen, Hollfeld und das gesamte Umland. Für öffentliche Auftraggeber, Bauunternehmen und Privatpersonen gleichermaßen.
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„Vor dem Neubau neben unserem Haus hat Herr Aichinger unsere gesamte Fassade und alle Kellerräume dokumentiert. Nachdem tatsächlich ein Riss an der Giebelwand aufgetreten ist, konnten wir dank des Gutachtens zweifelsfrei nachweisen, dass dieser durch die Bauarbeiten entstanden ist. Die Schadensregulierung ging problemlos."
— Hauseigentümer, Beweissicherung für Röthenbach
Was kostet eine Beweissicherung?
Die Kosten für eine Beweissicherung richten sich nach der Anzahl der zu dokumentierenden Objekte, der Gebäudegröße und dem Umfang der Untersuchung. Wir arbeiten mit Festpreisgarantie: Sie wissen vorher, was Sie bezahlen.
Für ein einzelnes Einfamilienhaus beginnen die Kosten ab . Bei mehreren Gebäuden oder besonders umfangreichen Dokumentationen erstellen wir ein individuelles Angebot. Der Kostenvoranschlag ist immer kostenlos und unverbindlich.
Zum Vergleich: Ein einziger Rechtsstreit wegen Nachbarschaftsschäden kostet schnell 5.000 bis — ohne Garantie auf Erfolg. Die Beweissicherung ist eine Versicherung, die sich im Schadensfall hundertfach bezahlt macht. Alle Preise finden Sie auf unserer Kostenseite.