Wasserschaden — was jetzt?
Das Wasser steht im Keller, die Decke tropft, der Boden quillt auf. Ob Rohrbruch, Starkregen oder eine defekte Waschmaschine — ein Wasserschaden ist immer ein Notfall. Und die ersten Stunden entscheiden darüber, wie groß der Schaden am Ende wird.
Sofortmaßnahmen bei Wasserschäden
- Wasser abstellen: Haupthahn zudrehen, wenn der Schaden von einer Leitung ausgeht. Bei Rückstau aus der Kanalisation: Rückstauklappe prüfen.
- Strom sichern: Im betroffenen Bereich die Sicherung herausnehmen. Wasser und Strom sind eine lebensgefährliche Kombination.
- Fotos machen: Bevor Sie aufräumen oder trockenlegen — dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos und Videos. Das ist entscheidend für die Versicherung.
- Versicherung melden: Informieren Sie Ihre Gebäude- oder Hausratversicherung unverzüglich (so schnell wie möglich, idealerweise am selben Tag).
- Unabhängigen Sachverständigen rufen: Bevor die Versicherung ihren eigenen Gutachter schickt — lassen Sie den Schaden unabhängig dokumentieren.
Warum ein unabhängiger Sachverständiger?
Ihre Versicherung wird einen eigenen Gutachter beauftragen. Das klingt zunächst nach guter Betreuung — aber dieser Gutachter arbeitet im Auftrag und im Interesse der Versicherung, nicht in Ihrem. Sein Ziel ist es, den Schaden möglichst gering zu bewerten, um die Regulierungssumme niedrig zu halten.
Ein unabhängiger Sachverständiger dokumentiert den tatsächlichen Schadensumfang — inklusive Folgeschäden wie Durchfeuchtung in Nachbarräumen, Schimmelgefahr oder Schäden an der Bausubstanz, die der Versicherungsgutachter gern übersieht. Mit einem eigenen Gutachten stärken Sie Ihre Verhandlungsposition erheblich.
Typische Ursachen für Wasserschäden
Wasserschäden können viele Ursachen haben. Für die Versicherungsregulierung ist die genaue Ursache entscheidend — denn sie bestimmt, welche Versicherung zuständig ist und ob überhaupt gezahlt wird. Als Sachverständiger identifizieren wir die Schadensursache eindeutig.
Rohrbruch
Korrodierte Leitungen, Frostschäden an unzureichend gedämmten Rohren, defekte Verbindungen und Verschraubungen. Besonders häufig in Altbauten mit Stahl- oder Kupferleitungen, die seit Jahrzehnten nicht erneuert wurden.
Undichtes Dach
Defekte Dacheindeckung, verstopfte Dachrinnen, mangelhafte Dachdurchführungen an Kaminen, Lüftungsrohren oder Antennen. Wasser dringt oft unbemerkt ein und zeigt sich erst durch Flecken an der Decke — dann ist die Durchfeuchtung bereits erheblich.
Rückstau aus Kanalisation
Fehlende oder defekte Rückstauklappe, überlastete Kanalisation bei Starkregen. Abwasser drückt durch Bodenabläufe, Toiletten und Duschen in den Keller zurück. Besonders in tiefergelegenen Gebäudeteilen ein häufiges Problem.
Defekte Waschmaschine / Spülmaschine
Defekter Aquastop, geplatzter Zulauf- oder Ablaufschlauch, undichte Verbindungen. Oft tritt der Schaden nachts oder bei Abwesenheit auf — dann können hunderte Liter Wasser ungehindert austreten.
Undichte Abdichtung
Mangelhafte oder gealterte Abdichtung im Keller, auf dem Balkon, der Terrasse oder in Nasszellen (Bad, Dusche). Feuchtigkeit dringt langsam aber kontinuierlich ein und schädigt die Bausubstanz über Monate und Jahre hinweg.
Löschwasserschaden
Nach einem Brandfall verursacht das Löschwasser oft einen größeren Schaden als das Feuer selbst. Tausende Liter Wasser durchfeuchten Decken, Wände und Böden auf mehreren Geschossen. Die Trocknung und Sanierung ist komplex und teuer.
Was wir bei einem Wasserschaden tun
Unser Vorgehen bei Wasserschäden folgt einem strukturierten Ablauf, der sicherstellt, dass kein Detail übersehen wird — von der Erstberatung bis zum fertigen Gutachten.
1
Soforthilfe
Schnelle Terminvergabe, in dringenden Fällen noch am selben Tag. Telefonische Erstberatung zu Sofortmaßnahmen: Was tun, bis der Sachverständige vor Ort ist? Wie den Schaden sichern, ohne Beweise zu vernichten?
2
Schadensaufnahme
Vor-Ort-Begehung aller betroffenen Räume und Bauteile. Feuchtemessung mit professionellen Messgeräten. Lückenlose Fotodokumentation des Schadensbilds. Erfassung aller sichtbaren und verdeckten Durchfeuchtungen.
3
Ursachenanalyse
Woher kommt das Wasser? Rohrbruch, Eindringen von außen, aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondensat? Die exakte Ursache ist entscheidend für die Versicherungsregulierung und die richtige Sanierung.
4
Schadenbewertung
Umfang der Durchfeuchtung, betroffene Bauteile, Zustand der Bausubstanz. Bewertung von Folgeschäden: Schimmelgefahr (ab 48-72 Stunden), Holzzerstörung, Estrichschäden, Korrosion an Bewehrungen.
5
Gutachten
Vollständige Schadendokumentation für Versicherung oder Gericht. Ursachenbenennung, Schadensbewertung, Fotodokumentation und konkrete Sanierungsempfehlung. Gerichtsfest, nach anerkannten Regeln der Technik.
Wasserschaden und Versicherung
Bei einem Wasserschaden stellt sich sofort die Frage: Wer zahlt? Die Antwort hängt von der Schadensursache und der Art des Schadens ab. Drei verschiedene Versicherungen können zuständig sein — und nicht selten streiten sich alle drei darum, wer nicht zuständig ist.
Gebäudeversicherung
Die Gebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude selbst — Wände, Böden, Decken, fest verbaute Installationen. Sie greift bei Leitungswasserschäden: Rohrbruch, defekte Armaturen, undichte Leitungsanschlüsse. Voraussetzung: Das Wasser muss aus fest verlegten Zu- oder Ableitungsrohren ausgetreten sein.
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung zahlt für Schäden an beweglichen Gegenständen: Möbel, Teppiche, Elektrogeräte, Kleidung, persönliche Gegenstände. Auch hier gilt: Der Schaden muss durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser verursacht worden sein.
Elementarversicherung
Schäden durch Hochwasser, Starkregen, Rückstau aus der Kanalisation oder Grundwasser sind nicht in der normalen Gebäude- oder Hausratversicherung enthalten. Dafür brauchen Sie eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Viele Hausbesitzer erfahren das erst im Schadensfall — wenn es zu spät ist.
Warum ein unabhängiges Gutachten wichtig ist
Versicherungen kürzen regelmäßig die Regulierungssumme — oft um 30 bis 50 Prozent. Typische Argumente: Der Schaden sei geringer als behauptet, es handle sich um einen Vorschaden, die Ursache falle nicht unter den Versicherungsschutz. Ein unabhängiges Gutachten dokumentiert den tatsächlichen Schadensumfang und stärkt Ihre Verhandlungsposition erheblich. In vielen Fällen übersteigt die Mehrauszahlung die Gutachterkosten um ein Vielfaches. Die Schadensursache nicht verändern (z. B. defektes Rohr nicht austauschen lassen, bevor der Gutachter es gesehen hat). Versicherung unverzüglich informieren (so schnell wie möglich, idealerweise am selben Tag). Aufgeweichte Materialien nicht sofort entsorgen — der Sachverständige muss den Zustand sehen, um den Schaden korrekt bewerten zu können. Führen Sie ein Schadenstagebuch mit Datum und Uhrzeit aller Maßnahmen.
Folgeschäden durch Wasserschäden
Der eigentliche Wasserschaden ist oft nur der Anfang. Die Folgeschäden können gravierender sein als der ursprüngliche Schaden — und treten teilweise erst Wochen oder Monate später auf.
- Schimmelbildung: Bereits 48 bis 72 Stunden nach einem Wasserschaden können sich Schimmelpilze bilden — unsichtbar hinter Verkleidungen, unter Estrich oder in Hohlräumen. Schimmel ist gesundheitsgefährdend und erfordert eine professionelle Sanierung. Mehr dazu in unserem Schimmelgutachten.
- Holzzerstörung: Durchfeuchtetes Holz quillt, verzieht sich und wird zum Nährboden für holzzerstörende Pilze. Dachstühle, Balkendecken und Holzfußböden können durch einen einzigen Wasserschaden irreparabel geschädigt werden.
- Korrosion: Stahlbewehrungen in Betonbauteilen, Metallständerwerke in Trockenbauwänden, Elektroinstallationen — Feuchtigkeit beschleunigt die Korrosion und gefährdet langfristig die Tragfähigkeit und Betriebssicherheit.
- Estrichschäden: Wasser unter dem Estrich trocknet extrem langsam. Ohne professionelle Trocknung bleibt die Feuchtigkeit über Monate erhalten und führt zu Schimmelbildung, Geruchsbelästigung und der Zerstörung des Bodenaufbaus.
- Salzkristallisation: Eingedrungenes Wasser löst Salze aus dem Mauerwerk. Beim Trocknen kristallisieren diese an der Oberfläche und sprengen Putz und Farbe ab — ein Prozess, der sich über Monate fortsetzt.
All diese Folgeschäden müssen im Gutachten erfasst werden, damit die Versicherung nicht nur den offensichtlichen Schaden, sondern auch die notwendige Folgesanierung reguliert.
Wasserschäden für Röthenbach und Nordbayern
Röthenbach und die Region Nordbayern sind aufgrund ihrer geografischen Lage und des Gebäudebestands besonders anfällig für bestimmte Arten von Wasserschäden.
Hochwassergefährdete Bereiche: Der Rote Main und die Mistelbach führen bei Starkregen und Schneeschmelze regelmäßig Hochwasser. Gebäude in Flussnähe — besonders in den Stadtteilen entlang des Mains und in Mistelbach — sind besonders gefährdet. Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine Elementarversicherung für Immobilieneigentümer in diesen Bereichen unverzichtbar ist.
Ältere Rohrleitungen in Altbaustadtteilen: In der Röthenbacher Innenstadt, in St. Georgen und in vielen Ortsteilen stehen Gebäude mit 50, 60 oder mehr Jahre alten Wasserleitungen. Verzinkte Stahlrohre und Kupferleitungen aus den 1960er und 1970er Jahren sind besonders anfällig für Korrosion und Rohrbruch. In vielen Fällen ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Leitungswasserschaden eintritt.
Typische Probleme oberfränkischer Bestandsimmobilien: Viele ältere Häuser in der Region haben keine oder nur unzureichende Kellerabdichtung nach heutigem Standard. Drückendes Wasser und aufsteigende Feuchtigkeit sind häufige Schadensbilder. Hinzu kommen fehlende Rückstauklappen — bei Starkregen drückt dann Kanalwasser in den Keller.
Unser Einzugsgebiet umfasst neben Röthenbach auch Bindlach, Eckersdorf, Mistelbach, Pegnitz, Creußen, Hollfeld und das gesamte oberfränkische Umland. Für Versicherer, Hauseigentümer und Hausverwaltungen gleichermaßen.
★★★★★
„Nach einem Rohrbruch im Obergeschoss wollte die Versicherung nur einen Bruchteil der Sanierungskosten übernehmen. Herr Aichinger hat den tatsächlichen Schadensumfang dokumentiert — inklusive der Durchfeuchtung der Geschossdecke, die der Versicherungsgutachter 'übersehen' hatte. Am Ende hat die Versicherung den vollen Betrag erstattet."
— Hauseigentümer, Wasserschaden-Gutachten für Röthenbach
Was kostet ein Wasserschaden-Gutachten?
Die Kosten für ein Wasserschaden-Gutachten richten sich nach dem Umfang des Schadens, der Anzahl betroffener Räume und dem Untersuchungsaufwand. Wir arbeiten mit Festpreisgarantie: Sie wissen vorher, was Sie bezahlen.
Für einen typischen Wasserschaden in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus beginnen die Kosten ab . Bei besonders umfangreichen Schäden — etwa einem Leitungswasserschaden über mehrere Geschosse oder einem Hochwasserschaden — erstellen wir ein individuelles Angebot. Der Kostenvoranschlag ist immer kostenlos und unverbindlich.
Zum Vergleich: Wenn die Versicherung die Regulierungssumme um 30 Prozent kürzt, verlieren Sie bei einem typischen Wasserschaden von schnell oder mehr. Die Kosten für ein unabhängiges Gutachten amortisieren sich in der Regel um ein Vielfaches. Alle Preise finden Sie auf unserer Kostenseite.